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Die Zeittafel zeigt, wann was geschah. Die minutengenauen Angaben wurden verifiziert durch die Auswertung von Amateurfotos und -videos, die eine Zuordnung von Situationen zu Uhrzeiten und Spielminuten erlaubten. Interessant sind vor allem die zwei Stunden zwischen 22:33 und 00:31.
Die Zeittafel zeigt, wann was geschah. Die minutengenauen Angaben wurden verifiziert durch die Auswertung von Amateurfotos und -videos, die eine Zuordnung von Situationen zu Uhrzeiten und Spielminuten erlaubten. Interessant sind vor allem die zwei Stunden zwischen 22:33 und 00:31.
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F95 vs Hertha: Ein medial-juristisches Blutbad

Wenn die Springer-Presse die Deutungshoheit übernimmt

Von Rainer Bartel

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as Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC am Dienstag muss auch als Symptom der deutschen Medienwirklichkeit 2012 betrachtet werden, und zwar speziell auf dem Gebiet des Sportjournalismus, Abteilung „Bundesliga”. Aber auch über das bewusste Benutzen der Medien durch Juristen ist zu reden. Denn das ist der wahre Hintergrund der unglaublichen Kampagne rund um den Aufstieg der Fortuna in die erste Bundesliga. Interessant wird die Geschichte bei näherer Betrachtung der Zeitabläufe. Beginnen wir, indem wir von der Veröffentlichung eines Kommentars von Walter M. Straten in auf BILD.de beginnen. Laut Spitzmarke erschien dieser 00:31 am 16.05., also am frühen Mittwoch.

Die Zeittafel zeigt, wann was geschah. Die minutengenauen Angaben wurden verifiziert durch die Auswertung von Amateurfotos und -videos, die eine Zuordnung von Situationen zu Uhrzeiten und Spielminuten erlaubten. Interessant sind vor allem die zwei Stunden zwischen 22:33 und 00:31. Hertha-Offizielle selbst haben angegeben, dass aus der Kabine heraus mit dem Anwalt Schickhardt, über den noch zu reden sein wird, telefoniert wurde. Man hat sich beim Advokaten Rat geholt, ob man noch einmal antreten solle oder nicht. Dazu ein paar sportjuristische Hintergründe:

Sportjuristerei

Als nach dem 2:1 für die Fortuna durch Jovanovic ungefähr fünf Minuten lang Bengalos, Böller, Leuchtraketen und Gegenstände aus dem Hertha-Block auf das Spielefeld und in benachbarte Blocks flogen, hätte Schiedsrichter Wolfgang Stark das Spiel abbrechen können. Dass dies das Ziel der Hertha-Anhänger war, ist vorstellbar, zumal Ohrenzeugen aus den in der Nähe liegenden Fortuna-Blöcken berichten, Hertha-Leute hätten „Spielabbruch, Spielabbruch” skandiert. Dieses Verhalten hätte vermutlich dazu geführt, dass der DFB mit 3:0 für Fortuna gewertet hätte. Leider brannten aber auch in Fortuna-Blöcken Bengalos, was eine eindeutige Sicht erschwert. Die Polizei und Ordner riegelten daraufhin den Bereich vor dem Hertha-Block ab, was die Spielunterbrechung verlängerte und zur Nachspielzeit von sieben Minuten führte. Offiziell ordnete Schiri Stark zusätzliche 3,5 Minuten wegen dieser Unterbrechnung an und weitere 3,5 Minuten wegen allgemeiner Verzögerungen.
Auch den verfrühten Platzsturm von Fortuna-Anhängern hätte Stark zum Anlass für einen Spielabbruch nehmen können, aber nicht müssen. Erneut unterbrach er das Spiel und schickte die Mannschaften in die Kabine. Innerhalb von rund zehn Minuten war der Platz wieder frei; alle Zuschauer befanden sich wieder auf den Tribünen. Zwei Minuten später erschienen die Fortuna-Spieler wieder auf dem Rasen, weitere vier Minuten danach auch das Referee-Team. Es ist nun 22:43. Erst um 22:47 tauchen auch die Hertha-Spieler auf. In der Zwischenzeit haben die Hertha-Funktionäre mit Anwalt Schickhardt ganz offensichtlich eine Strategie abgesprochen.
Erster Teil dieser Strategie war es, zu behaupten, die Spieler wären aus Furcht vor Fortuna-Randalierern nicht wieder auf den Platz gekommen. Schickhardt wird kurz nach Spielende gegenüber den Medien davon reden, die Spieler hätten „leichenblass” und voller „Todesangst” in der Kabine gesessen. Zweiter Teil dieser Strategie: Außerdem sei die Mannschaft nur wieder aufgelaufen, weil die Polizei darum gebeten habe, um eine Eskalation zu verhindern; Schickhardt spricht von einem möglichen „Blutbad”. Und drittens wurde vereinbart, dass a) Schickhardt mit der Presse spricht und b) die Hertha-Spieler NICHT mit der Presse sprechen.

Die Rolle der BILD

Vermutlich wird Schickhardt dies (natürlich) als erstes versucht haben, der BILD zu stecken. Der passende Ansprechpartner dafür ist Walter M. Straten, seit etwa einem Jahr Sportchef von BILD und BILD am SONNTAG. Straten ist schon immer bei BILD und hat sich mühevoll hochgedient. Der blasse Journalist hat nur noch den berühmt-berüchtigten Sportchef Alfred Draxler über sich. Straten vertritt in seinen eher biederen Kommentaren vor allem deutschen Fußballpatriotismus, Pro-Bayern-Positionen sowie die Meinungen der DFB-Hardliner in Sachen „Fan-Politik”. Da die graue Maus unter den BILD-Scharfmachern erst seit Oktober 2011 Kommentare absondern darf, bemüht er sich anscheinend um besondere Schärfe.
Christopg Schickhardt ist andererseits eine Fußball-Promi, der schon mal in einem Manager-Magazin interviewt wurde, aber auch vom ehemaligen Fußballkulturmagazin 11Freunde und natürlich auch von BILD. Der Jurist hat sich früh auf die Fußballindustrie spezialisiert und vertritt rund ein Dutzende Profivereine sowie jede Menge Trainer und Spieler. Weil der Mann viel weiß, ist er natürlich bei den Sportreportern als Quelle beliebt – sicher auch bei der BILD. Und weil in der Hauptstadt das Prinzip „eine Hand wäscht die andere” gilt, wird ein BILD-Kommentator dem Schickhardt gern mal einen Gefallen tun.

Gehen wir aufs Feld der Fiktion und imaginieren wir ein Telefonat des Anwalts mit dem Kommentator: „Hallo, Walter, hier ist der Christoph. Ja, der Anwalt. Hast du das Spiel gesehen? Gut. Also der Preetz hat mich noch aus der Kabine angerufen und gefragt: Christoph, was können wir tun, damit wir in der Liga bleiben. Dann haben wir kurz diskutiert und uns geeinigt. War ja blöd, dass die Hertha-Fans die erste Unterbrechung ausgelöst haben mit ihren Scheiß-Bengalen. Egal. Wir wollen ein Wiederholungsspiel erreichen. Morgen lege ich beim DFB Einspruch ein und dann machen wir ne große PK am Nachmittag. Und zwar sieht unsere Argumentation so aus. Die Spieler seien vom Platzsturm der Düsseldorfer so schockiert gewesen, dass sie nicht mehr rauskommen wollten. Ich werde dann sagen, die hätten Todesangst gehabt und so. Und dann erzähl ich den Journalisten noch, die Polizei habe uns aufgefordert, aufzulaufen, weil ein Blutbad droht. Stimmt nicht, hört sich aber gut an. Und nun meine Bitte, lieber Walter. Kannst du nicht einen Kommentar verfassen? So von wegen Skandalspiel, und wir sind die Opfer? Ja, nein, musst nicht diese Angstnummer reinschreiben. Ich ruf gleich den Beckmann oben im Studio an, der kann das mit dem Schock machen. Übrigens: Du hast das jetzt bis, sagen wir, halb eins exklusiv. Machst du? Prima. Hast einen gut bei mir! Ja, dir auch, tschüs, Walter…”

Die Welle

So oder so ähnlich wurde die Medienkampagne gestartet, die den juristischen Rettungsversuch der Hertha unterstützen sollte. Möglicherweise hat Schickhardt (oder einer der Hertha-Leute) auch noch den diensthabenden DPA-Schreiber angerufen. Denn auch die Nachrichtenagentur, die – man muss das so explizit sagen – die Meinungstendenzen der Nachrichten vorgibt, hat schnell reagiert: Um 00:47 wurde zum ersten Mal eine Nachricht mit dem Begriff „Skandalspiel” getickert, die die komplette Berichterstattung der deutschen Medien in den folgenden zwölf Stunden prägte. Weil DPA die bekannte Tendenz vorgab, konnte die Branchenagentur SID (Sport-Informations-Dienst) schlecht eine völlig abweichende Meinung vertreten. Man muss dazu sagen: Eine Meldung der DPA wird außer in den Fachressorts von mindestens 80 Prozent der deutschen Print- und Online-Medien sowie den verschiedenen Fernsehsendern übernommen. Meldungen des SID finden man sogar in gut 95 Prozent aller Sportressorts der Medien. Starke Abweichungen könnten dazu führen, dass beispielsweise im Politik-Ressort eine andere Tendenz vertreten wird als im Sport – und das wäre nicht gut für die Leser-Blatt-Bindung.
Der medial vielleicht beste Schachzug der Hertha-Clique war es aber, zu verlauten, man denke über einen Einspruch nach und dann zu einer Pressekonferenz IN BERLIN am Nachmittag des Mittwochs einzuladen – optimiert sogar noch dadurch, dass man zu 17:00 einlud, aber erst gegen 18:00 begann. Das erhöhte Spannung und Attraktivität. Tatsächlich brachten mehrere Blätter Live-Ticker, und die TV-Sender waren mit mindestens sechs Teams vertreten. Dass die mediale Aufmerksamkeit so groß war, ist vor allem dem frühen BILD-Kommentar und der frühen DPA-Meldung geschuldet, denn an diesen beiden Instanzen orientiert sich das Gros der deutschen Journalisten.

Während ab Mittwochmorgen abweichende Journalistenmeinungen nur in Blogs zu finden waren, mehrten sich ab Donnerstagfrüh kritische Artikel, also Beiträge, die a) der von BILD und DPA/SID vertretenen Sicht widersprachen und/oder b) die ganze Richtung der Skandalisierung durch die Medien negativ beurteilten. Interessanterweise begann diese Welle „vernünftiger” Welle bei Journalisten von Medien, die deutlich anti Springer einzuordnen sind, vor allem die Süddeutsche Zeitung und die TAZ. Dann kamen immer mehr als Kommentare angesetzte Artikel quer durch die Medienlandschaft, vor allem von nachweislich kompetenten und meinungsstarken Journalisten verfasst.

Die Richtung

Schlimm ist, dass die einmal vorgegebene Meinungsrichtung kaum noch zu erschüttern ist. Als der Düsseldorfer Polizeipräsident Schenkelberg in einem Interview mit der Rheinischen Post vehement abstritt, man habe eine Eskalation befürchtet und deshalb die Hertha aufs Feld gebeten, fand dies überregional kaum ein Echo. Ganz ähnlich erging es der Meldung, der Spieler Kobiashwilli habe Schiri Stark geschlagen. Auch dies findet sich in der RP; die überregionale Medien nahmen diese Sache erst auf, als sie mehr als einen Tag später von DPA und SID verbreitet wurden.
Die besondere Rolle der Springer-Presse – und das ist in Medienkreisen kein Geheimnis – besteht darin, für sich die gesamte Deutungshoheit im deutschen Fußball zu beanspruchen. Anders ausgedrückt: Deutsche Fußballpolitik wird bei BILD, BamS und SportBILD gemacht. Das hat seine Ursache vor allem in der Person Alfred Draxler, der ja über das Sportressort bis zum stellvertretenden Chefredakteur hinter Diekmann aufgerückt ist. Dieser Draxler ist zudem auf zigfache Weise mit der Politik (natürlich CDU) und mit der Sport- und Eventindustrie vernetzt. Das bedeutet, dass die Draxler-Mannschaft IM INTERESSE bestimmter Unternehmen, Vereine und Organisationen Lobbyarbeit betreibt.
Spieler werden mit voller Absicht hochgejubelt oder niedergemacht; damit wird deren Marktwert verändert, was unmittelbar wirtschaftliche Folge für alle Beteiligten hat. Zentrum der Springer-Sport-Politik ist der FC Bayern München. Ehemalige Spieler werden zu Kommentatoren, wenn sie während ihrer aktiven Zeit Homestories zuließen oder Kabineninterna weitergegeben haben. Die ständige unkritische Berichterstattung über den FCB dient aber auch der Leser-Blatt-Bindung – jedenfalls der von Millionen Bayern-”Fans”. Ähnlich sieht es mit Sportartikeln aus und fußballaffinen Konsummarken. Der schlechte Komiker Matze Knop verdankt seine Popularität ausschließlich seiner engen Zusammenarbeit mit der BILD. Ganz nach dem Motto „Wer der BILD den Arsch hinhält, wird dafür reich belohnt.”

Fragt sich, weshalb BILD-Straten so bereitwillig auf die Hertha-Schiene einschwenkte. Das hat mit dem Verhältnis zwischen BILD und DFB zu tun. Die Politik des DFB in Sachen Profifußball wird von der DFL vorgegeben. Das Ziel dieser Organisation ist es aber, Geld zu machen, mehr Geld, noch mehr Geld, wohlwissen, dass das Fußballbusiness eine Multimilliardenindustrie ist mit Wachstumspotenzial. Das Produkt sind die Spiele der ersten Bundesligen. Das Produkt muss von möglichst breiten Bevölkerungskreisen konsumiert werden. Je mehr Menschen in die Stadien gehe, desto mehr Menschen sehen sich die Spiele im Fernsehen an, desto besser sind die Quoten, desto mehr kosten die Fernsehrechte, desto mehr Abonennten müssen die Bezahlsender haben, desto teurer sind Werbeminuten, desto mehr Merchandising kann verkauft werden. Ein Fußball im Stile der siebziger und achtziger Jahre, der durch die Begeisterung der Unterschicht bestimmt und eine Kultur des rohen Frohsinns – Gewalt inklusive – geprägt war, taugt nicht als Produkt für den Massenmarkt. Es gilt, den Profifußball in den Mainstream der Family-Entertainment-Branche einzugliedern, also konsumgerecht zu machen.
Bekanntlich gilt es, dem Konsumenten das Konsumerlebnis zu angenehm wie möglich zu machen. Die Situation muss schön und locker sein. Da nichts den Konsum so behindert wie Angst, sind Bedingungen zu schaffen, in denen der Konsument keine Angst hat – weder um sein eigenes Wohlbefinden, noch um das seiner Familie und Freunde. Marketingsexperten wissen, dass ECHTE EMOTIONEN bei Beobachtern eher Angst auslösen als Sympathie. Also gilt es, den Fußball von ECHTEN EMOTIONEN zu befreien, die durch vorgegeben, orchestrierte, kontrollierte und auf den Konsum ausgerichtete ersetzt werden. Wie die DFL mit Hilfe des DFB diese Theorien in die Praxis umsetzt, zeigt das Beispiel der Pyrotechnik. Kaum ein Phänomen ist so gefühlslastig wie das Feuer; nicht umsonst gibt es Osterfeuer und allgemein Freudenfeuer. Es ist die Macht über die böse Flamme, eine der ersten großen Kulturleistungen des Menschen, die so fasziniert. Das Feuer macht den Menschen den Dämonen überlegen. Deshalb neigen Menschen dazu, schöne Ereignisse mit Feuer zu feiern. Das ist der Hintergrund für die Beliebtheit der bengalischen Lichter bei Fußballfans. Da es sich um eine echte Emotion handelt und Feuer zudem bei vielen Angst auslöst, müssen im Sinne der beschriebenen Strategie Bengalos raus aus den Stadien.
Aber wie? Ganz offensichtlich lässt es sich nicht verhindern, das Bengalen in die Stadien kommen. Auch durch die verschiedensten Repressalien gegen Fans selbst oder die Vereine hat sich die Pyrotechnik nicht eliminieren lassen. Was tun? Genau: PR heißt das Stichwort, Öffentlichkeitsarbeit. Es gilt, die Mehrheitsmeinung zu verändern. Hat in den neunziger Jahren noch eine Mehrheit der mehr oder weniger fußballinteressierten Konsumentenscha wohlwollend bis neidisch auf Bilder von Feuerwänden in südländischen Stadien geblickt, soll genau diese Mehrheit nun Pyrotechnik ablehnen. Im ersten Schritt wird daher (wahrheitswidrig) penetriert, bengalische Lichter seien gefährlich. Die Statistiken zeigen, dass das nicht stimmt: Es hat in den vergangenen zehn Jahren KEINEN einzigen Verletzten in deutschen Bundesligastadion durch Benaglos gegeben. Dann wird verlautbart, dass Pyrotechnik wegen seiner Gefährlichkeit verboten ist und die Zuwiderhandlung eine Straftat. Auch letzteres stimmt nicht. Das Abbrennen von in Deutschland gefertigten und frei verkäuflichen Bengalos in einem Stadion ist immer ein Verstoß gegen die jeweilige Stadionordnung und maximal eine Ordnungswidrigkeit. Im dritten Schritt gilt es ganz im Sinne der PR-Lehrbücher der Pyrotechnik eine möglichst negative Konnotation zu verleihen.
Da helfen die Medien gern, wenn es gilt, die Deutungshoheit zu übernehmen. Wurde vor einigen Jahren bei brennenden Fackeln noch von „südländischer Begeisterung” gesprochen, heißt es inzwischen immer, es habe „Krawall, Randale, Ausschreitungen” gegeben. Gleichzeitig wir der Begriff „Gewalt” immer mit dieser Form der Fan-Begeisterung in Verbindung gebracht. Und dabei ist die BILD-Zeitung natürlich spitze. Denn das Springer-Blatt ist ja genau die Instanz, die es darauf anlegt, ihren Lesern („breite Mehrheit”, „Normalverbraucher”, „brave Bürger”) Ängste einzureden um dann Forderungen an die Instanzen zu stellen, wie man die angstauslösenden Phänomene verhindern kann. In diesem Sinne hat es die Springer-Presse in den vergangenen rund 30 Jahren geschafft, Gewalt gegen Sachen für genau so schlimm zu bezeichnen wie die Gewalt gegen Personen.

Das Spiel am Dienstag, bei dem KEINEM Menschen (außer Schiedsrichter Wolfgang Schlag durch die Faustschläge eines Hertha-Spielers) ein Haar gekrümmt wurde, kam dieser Politik gerade zupass. Zumal es am Vorabend bei einem eher unwichtigen Relegationsspiel zweier eher unprominenten Vereine tatsächlich zu massiver versuchter Gewalt gegen Menschen kam, die komischerweise nicht annähernd so skandalisiert wurde wie die Düsseldorfer Ereignisse. Es gab sicher keine Absprachen im Vorfeld. Diese unglaublich einseitige und wahrheitswidrige, sensationslüsterne Medienkampagne wurde aber vorgeprägt durch das unverantwortliche Gerede ses ARD-Menschen Beckmann und seines „Experten” (natürlich ein Ex-Bayern-Spieler und aktueller Bayern-Trainer), die schon mit der Skandalisierung begannen, als überhaupt noch nichts passiert war, was nicht bei fast jedem Bundesligaspiel passiert. Leider beeinflussen aber die Kommentare des jeweiligen Spielberichterstatters und der Halbzeitplauderer die Wahrnehmung der TV-Zuschauer. Also hat dieses Trio dafür gesorgt, dass Millionen Menschen an den Fernsehempfängern dachten, sie würden Zeugen brutalster Ausschreitungen, während selbst neutrale Besucher im Stadion noch viel Spaß und Spannung empfanden. Aber auch dieses Verhalten der ARD-Leute passt ins große Bild…

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog Rainer'sche Post.



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Rainer Bartel  24.05.2012blindgif zurück zur Startseite Diesen Artikel lesen Diesen Artikel ausdrucken Möchten Sie den Artikel ''F95 vs Hertha: Ein medial-juristisches Blutbad'' weiterempfehlen?
 
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