Zur Startseite von www.einseitig.info
blindgif blindgif
 
blackline
Vor den hohen Herren der Akademie berichtet Rotpeter von seiner Menschwerdung. Alles fing mit der Jagd durch Hagenbecks Häscher an, die den Affen per Schiff in einem Käfig nach Europa verfrachteten: „Affen gehören bei Hagenbeck an die Kistenwand – nun so hörte ich auf Affe zu sein“. Aus nacktem Überlebensinteresse entschließt sich Rotpeter der menschlichen Zivilisation beizutreten.
Vor den hohen Herren der Akademie berichtet Rotpeter von seiner Menschwerdung. Alles fing mit der Jagd durch Hagenbecks Häscher an, die den Affen per Schiff in einem Käfig nach Europa verfrachteten: „Affen gehören bei Hagenbeck an die Kistenwand – nun so hörte ich auf Affe zu sein“. Aus nacktem Überlebensinteresse entschließt sich Rotpeter der menschlichen Zivilisation beizutreten.
blackline
 
blackline
Mehr Einseitiges zum Thema 
Ausschreibung zum Joseph-Heinrich-Colbin-Preis 2008 
blackline
 
blackline
Mehr zum Topic 
Freak Show & Völkerschau 
blackline
 
blackline
Archiv 
zum kompletten Archiv Hier finden Sie alle Artikel
oder nur die
zum Archiv der Autorin/des Autors  'Peer Zickgraf'  der Autorin/des Autors Peer Zickgraf
zum Archiv der Rubrik 'Platzanweiser'  der Rubrik Platzanweiser
blackline
 
blackline
Suche 

     
blackline
 
blackline
RSS abonnieren
Informieren Sie sich schnell und komfortabel über neue Artikel bei einseitig.info.

RSS-Feed Neue Artikel als RSS-Feed

Zusätzliche Informationen und weitere RSS Formate finden Sie hier.

blackline
rubriktitel



Vom Menschenzoo zum Menschenverzehr

…nun so hörte ich auf Affe zu sein

Von Peer Zickgraf

v
erwandlungen von Menschen zu Tieren sind eine Besonderheit in Kafkas singulärem Werk. In seiner Erzählung „Der Hungerkünstler“, die 1924 erschienen ist, entfaltet Kafka das Tableau einer surrealen Szene, deren absurde Wendung zum Ende der Geschichte beeindruckt. Kafkas Protagonist wird als Hungerkünstler von Hauptstadt zu Hauptstadt sowie von Land zu Land gereicht. Sein Ehrgeiz ist der eines wirklichen Künstlers, der sich am Ende nicht mehr für das Publikum und dessen Schaulust zu Tode hungert, sondern für eine besondere Form der Kunst. Eine Kunst, die jenseits von Totschlag und Kannibalismus angesiedelt ist, und die kein fremdes Leben für die eigenen Zwecke aufzehrt. Doch der trostlose Tod des Hungerkünstlers läutet eine neue Epoche ein. „In den Käfig gab man aber einen jungen Panther. Es war eine selbst dem stumpfesten Sinn fühlbare Erholung, in dem so langen öden Käfig dieses wilde Tier sich herumwerfen sehen. Ihm fehlte nichts. Die Nahrung, die ihm schmeckte, brachten ihm ohne langes Nachdenken die Wächter, nicht einmal die Freiheit schien er zu vermissen; dieser edle, mit allem Nötigen bis knapp zum Zerreissen ausgestatteten Körper schien auch die Freiheit mit sich herumzutragen; irgendwo in seinem Gebiß schien sie zu stecken; und die Freude am Leben kam mit derart starker Glut aus seinem Rachen, dass es für die Zuschauer nicht leicht war, ihr standzuhalten.“

Raubtierexotik unter europäischen Herrenmenschen

Der junge Panther, dem das Publikum kaum standzuhalten vermag, kündet von einem tiefen Einschnitt. Der kraftstrotzende und fleischfressende Panther setzt nicht nur dem auf solche Speisen verzichtenden Hungerkünstler ein unschönes Ende. Er erweckt auch die Schaulust des Publikums neu und löst einen nahezu erotischen Schauder aus. Dieser Wandel von einer exotisierenden zu einer aggressiv aufgeladenen Schaulust wird in der Zürcher Zeitung noch in leicht verdaulichen Häppchen serviert:

 

„Das heute zumeist durch Kafkas Erzählung…gegenwärtige Bühnenhungern war ein beliebtes Spektakel, wo nicht gar eine Art Sport mit Rekordabsicht. Was mit dem Selbstversuch des amerikanischen Arztes Henry Tanner 1880 begann - der „Hungerdoktor“ fastete 40 Tage -, sollte rasch nach Europa überspringen und zu großer Popularität gelangen. Sensationslust und sportives Interesse, Freak-Show und anschauliche Askese im Frühstadium der Konsumkultur, bürgerlicher Leistungswille und Wunderglaube: All dies instrumentierte die Faszination durch jene Selbstdarsteller, die ausgerechnet durch systematische Deprivation Gewinne einzustreichen hofften“ („Hunger nach Körpern“, in: Neue Zürcher Zeitung vom 5. Oktober 2002).

 

Mit dem jungen Panther, der seine Freiheit nicht zu vermissen schien, und dem nach Raubtierexotik dürstenden Publikum kündigt sich der aggressiv aufgeladene Brot-und-Spiele-Komplex an, der die europäische Kultur unter dem Vorzeichen des Imperialismus und der Zwischenkriegszeit zunehmend prägte („Menschenzoo im Container“ in der taz vom 31. Oktober 2000). Er gipfelte kaum zehn Jahre später in Hitlers nazistischem Deutschland. Wenn man Kafkas Parabel vor dem Hintergrund der europäischen Gesellschafts- und Kulturkrise betrachtet, enthüllt sie die Attraktion von Opfer, Kannibalismus und Überleben.

 

Zoologika oder: Klemperers „Lingua Tertii Imperii“

 

„Ich beobachte immer genauer, wie die Arbeiter in der Fabrik redeten und wie die Gestapobestien sprachen und wie man sich bei uns im Zoologischen Garten der Judenkäfige ausdrückte. Es waren keine Unterschiede zu merken; nein, eigentlich überhaupt keine. Fraglos waren alle, Anhänger und Gegner, Nutznießer und Opfer, von denselben Vorbildern geleitet.“

 

Viktor Klemperer hat in seiner „LTI“, dem „Notizbuch eines Philologen“ die Sprachwerdung (oder den Sprachzerfall) des Dritten Reiches als „Lingua Tertii Imperii“ minutiös aufgezeichnet. Während Klemperer, der die Zwischenkriegszeit und das Dritte Reich als jüdischer Romanistikprofessor erlebt hat, die sprachlichen Bausteine der LTI zusammensetzt, stellt er unter anderem eine „Versächlichung der Persönlichkeit“ fest. Sie werde „nur auf Menschen angewandt, denen der Nationalsozialismus die Zugehörigkeit abspricht, die er als Niederrasse oder Gegenrasse oder Untermenschen von der echten, auf die Germanen oder das nordische Blut beschränkten Humanitas ausschließt“. Stufenweise werden die Juden entrechtet, zuletzt als vogelfreie Gestalten mit gelbem Judenstern. Als selbsterkorene Herrenrasse haben die Nazis aus Deutschland einen Übermenschen- und Untermenschenzoo gemacht: für die einen ein deutsches Zooparadies, für die anderen erst die Vorstufe zur Hölle, später, mit der Shoah, die buchstäbliche Hölle.

 

Klemperer hat in seiner LTI aber auch die Propaganda der Nazis als ein spezifisches Verhältnis von Publikum und Menschenzoo erfasst. Er nennt es in Anlehnung an den amerikanischen Veranstalter von Freakshows, Phineas Taylor Barnum (1810 bis 1891) „Barnumiade“ und erkennt darin eine paradoxe, beinahe lustvolle, Vergewaltigung des Publikums: „Die Propaganda als Ganzes ist wirklich eine so vollkommene Barnumiade…eine solche Vergewaltigung des Publikums, dass sie eigentlich das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung hervorbringen müsste…“.

 

Insbesondere mit der Schlussszene, die den in seinem Käfig eingepferchten jungen Panther zeigt, ergibt sich eine Schnittsstelle zum kolonialen Menschenzoo. Der Panther im Käfig konnte schließlich nur in den Kolonien erbeutet und per Schiff nach Europa verfrachtet werden. Also jenen Tierfanggebieten, aus denen auch die menschlichen Exponate der Völkerschauen rekrutiert wurden. Deren Glanz und Elend begleitete Kafka als aufmerksamer und kritischer Betrachter.

 

Die Jagd und Menschwerdung des Affen „Rotpeter“

 

Im Jahr 1874, also wenige Jahre nach der Deutschen Reichsgründung erlebten außer Deutschland viele weitere europäische Länder einen wahren Boom im Zuge der sogenannten Völkerschauen: Millionen Weißer aus ganz Europa begafften „Neger“ oder „Eskimos“, wie sie es zuvor nur mit Tieren gemacht hatten. In einem solchen Menschenzoo entdeckte Kafka wohl auch den Affen Moritz I. Vermutlich besuchte er im Jahr 1911 erstmals eine Menschenausstellung im Prager Zoo - und er interessierte sich dabei für den Affen Moritz I.: „Er ist stets völlig bekleidet, schläft in einem Bett, raucht seine Zigarette, trinkt seinen Wein und wenn er reist, reist er zweiter Klasse“, so der Zoodirektor Karl Hagenbeck.

 

Moritz I. war ein Schimpanse, der mehr Mensch war als Affe. Er trat in Kabaretts auf oder in zoologischen Gärten, aber auch vor zahlreichen Fürstenhöfen Europas. Historisch verbrieft ist dieser Primat der Haute Volé Europas unter anderem von Carl Hagenbeck. Dieser ging in die deutsche Kulturgeschichte als der erste Zoodirektor ein, der die ehrgeizige Geschäftstüchtigkeit besaß, ausländische Menschen, das heißt junge und alte sowie Frauen und Männer im Zoo auszustellen.

 

Bericht aus dem Zwischenreich Tier-Mensch

 

Kafkas „Bericht für eine Akademie“ (1917) erlaubt die Verbindung zu dem Phänomen des menschgewordenen Affen Moritz I.. Der Bericht beeindruckt durch die Umkehrung herrschender europäischer Perspektiven sowie dadurch, dass er die Einschreibung der Macht in den Körper als kolonialen Prozess versteht. Aus dem realen Schimpansen Moritz I. geht bei Kafka die Figur des Affen „Rotpeter“ hervor. Vom Podest einer wissenschaftlichen Akademie blickt der Kolonisierte - verkörpert als Affe (welche Ironie) - auf die europäischen Kolonisatoren herunter.

 

Vor den hohen Herren der Akademie berichtet Rotpeter von seiner Menschwerdung. Alles fing mit der Jagd durch Hagenbecks Häscher an, die den Affen per Schiff in einem Käfig nach Europa verfrachteten: „Affen gehören bei Hagenbeck an die Kistenwand - nun so hörte ich auf Affe zu sein“. Aus nacktem Überlebensinteresse entschließt sich Rotpeter der menschlichen Zivilisation beizutreten.

 

Wurde er noch durch die Gewalt einer Gewehrkugel aus dem Tierreich vertrieben, so erklimmt er mit dem Erwerb der Sprache die erste Stufe der Menschwerdung. Rotpeter beobachtet die Matrosen auf dem Schiff, er lernt das Spucken, das Pfeiferauchen und auch den Schluck aus der Schnapsflasche. Ihm gelingen die ersten menschlichen Laute, und zur Krönung kommen in Hamburg die Dressur und die Durchschnittsbildung eines Europäers hinzu. Erst diese mimetische Leistung bewahrt ihn vor dem Zoo und sichert ihm eine Stelle im Varieté.

 

So bilden die kolonialen Menschenausstellungen Europas das Pendant zu dem Affen Moritz I. Menschen wurden in den Zoos zu Tieren gemacht, während Tiere vermenschlicht wurden. Mit dem Affen Rotpeter stimmt Kafka einen surrealen (Ab-)Gesang auf die allgegenwärtige Gewalt an, die sich in den niederen und höheren Etagen der europäischen Kultur subkutan eingenistet hatte und deren Räderwerk den Durchschnittseuropäer geduldig formte.

 

„Die Strafkolonie“ zwischen Kafka und Klemperers LTI

 

Auch die „Strafkolonie“, die Klemperer zufolge als Wortprägung ins Zentrum der LTI gehört, hat Kafka mit einer surrealen Erzählung bedacht. Während im „Bericht für eine Akademie“ sich die ambivalente Dimension Zivilisierung des Fremden auch als krude Dressur in Form von Schule und Drill manifestiert, geht Kafka - beinahe traumwandlerisch sicher - in seiner Erzählung die „Strafkolonie“ noch einen Schritt weiter.

 

Hier nimmt er die mörderischen Menschenexperimente in den Kolonien vorweg: „Die Ungerechtigkeit des Verfahrens und die Unmenschlichkeit der Exekution war zweifellos. Niemand konnte irgendeine Eigennützigkeit des Reisenden annehmen, denn der Verurteilte war ihm fremd...“. Ein ungehorsamer Soldat, der Macht hündisch ergeben, soll seine Strafe mit einer Foltermaschine in den Körper eingeschrieben bekommen.

 

Die Exekution scheitert am Widerstand des Reisenden. Nun legt sich der Offizier selbst unter den mörderischen Apparat - nicht zuletzt aus Loyalität zur geliebten Maschine. „Die Macht hat hier keine Schranken. (...) Diese Schrankenlosigkeit - hier bei Kafka ist sie geträumt und gestaltet. (...) Nicht daran scheitert die Qual (d.h. die Folter, P.Z.), daß etwa eine ganze Gesellschaft, die Ordnung, der Staat empört aufstünden, sie zu hindern - nein, die Ersatzteile der Maschine sind nicht in Ordnung, und der neue Kommandant der Strafkolonie ist, im Gegensatz zum alten, ein Modernist und unterstützt den Maschinenoffizier und sein Folterwerk nicht so recht, aber er duldet es doch auch“ (Tucholsky 1920 in der „Weltbühne“ über Kafkas „Strafkolonie“).

Die moderne Macht wird bei Kafka in ihrer zugespitzten Form von ihrer technischen, avancierten sowie barbarischen Seite erfasst. Zugleich sucht sein Schreiben Orte jenseits der Macht auf, als Zufluchtsorte und Provinzen der Menschlichkeit. Mit jeder einzelnen Zeile seines Werkes schreibt sich Kafka weiter fort vom Machtpol (Theweleit) und verwandelt sich als Künstler in vielfältige Mensch- und Tiergestalten.

 

Der Über- und Untermenschenzoo

 

Das krasse Gegenteil Kafkascher Verwandlungen ist die Schaffung einer neuen Kategorie, die jenseits des Menschen angesiedelt ist, und die sogar die Schranke des zivilisierten Mensch-Tierverhältnisses niederreißt: diese Kategorie heißt: der Untermensch. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gewannen sozialdarwinistische Auffassungen in Deutschland und Europa die Oberhand, denen zufolge die niederen, ökonomisch nutzlosen Rassen den starken Herrenrassen zu weichen hatten. Im Kontakt mit den Kulturvölkern seien sie ohnehin zum Aussterben verurteilt.6

 

Historisch gesehen illustrierte das Bild des Fremden als monströser „Untermensch“ in den zahlreichen Menschenzoos Europas diese Botschaft überdeutlich. Doch auch die Weißen sind nicht nur handelnde Subjekte, sie sind auch Opfer ihrer eigenen Entfremdung unter dem Vorzeichen eines nicht mehr selbstbestimmten gesellschaftlichen Lebens. Der Verwertungsprozess des Kapitals, der inzwischen umfassend die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse bestimmt, macht aus ihnen Objekte, die dem Primat der Warenwirtschaft unterworfen sind.

 

Der damit einhergehende Identitätsverlust suchte seinen Ersatz in einer neuen, Pseudoidentität: Er schuf - in Abgrenzung zum Fremden - den Phänotyp des überlegenen Herrenmenschen. Da der Weiße nicht mehr sein eigener Herr ist, macht er sich nun zum Herren über die Fremden. Die Zerstörung der Wirklichkeit sowie der Lebensumstände des exotischen Menschen, seine „Entmenschlichung“ ist die Grundlage für den Aufbau dieser neuen Identität und der Rassismus ihre Legitimation. Die „kannibalische“ Aneignung der Identität der Fremden schafft jedoch eine immerwährende Angst, diese könnten sich das ihnen mit Gewalt Geraubte zurückholen. Dies lässt sie zur Bedrohung werden, zum Feind, den es zu vernichten gilt. Damit verlassen die Fremden die Rolle des bloßen Schauobjekts im Menschenzoo und werden zu „Totgeweihten“ auf der Bühne des Imperialismus.

 

Schöne Massenmedien - hässliche Patagonier

 

Die Massenmedien stellten sich als willfährige Dienstmagd dem Rassismus zur Verfügung. Sie ergötzten sich an „schmutzigen, faulen, häßlichen und immer noch etwas gefährlichen Patagoniern“9 und inszenierten eine gewissenlose rassistische Auslese. Völker aus Ländern, denen eine besonders niedrige Kulturstufe zugeschrieben wurde - wie etwa Feuerland - denunzierte man gerne als Kannibalen.

 

Eine Schlüsselrolle im Kampf um die Herausbildung einer rassistischen Ideologie in der Bevölkerung fiel dabei der politischen Macht zu, die sich mit der Macht des institutionalisierten Wissens wie ein siamesischer Zwilling verbündete. Der Blick auf die Fremden war - bevor er zur Vernichtungstat schritt - unverhohlen kannibalistisch und abstrakt zugleich. Kannibalismus ist nach Forbes „das Verzehren des Lebens eines anderen für private Zwecke unter Profit“. Die Inszenierungen verwandelten das Publikum in europäische Sieger und Überlebende, die sich den kolonialen Opfern gegenüber wie die Herren zu ihren unnützen Tieren verhielten.

 

Schnee von gestern? Vom 9. bis 12. Juni 2005 erfuhr der Menschenzoo im Rahmen des „African Village“ im Augsburger Zoo eine Wiederbelebung. Für vier Tage entstand im Augsburger Tierpark ein afrikanisches Dorf, das die Exotik des fernen Kontinentes vermitteln sollte. Zwar wehrten sich die Kritiker in einem offenen Brief: „Die Reproduktion kolonialer Blick-Verhältnisse, in denen Schwarze Menschen als exotische Objekte, als Un- oder Untermenschen in trauter Einheit mit der Tierwelt in einer offenbar zeitlosen Dörflichkeit betrachtet werden können und den Mehrheitsdeutschen als Inspiration für künftige touristische Reiseziele dienen, ist wohl kaum als gleichberechtigte kulturelle Begegnung zu verstehen“ (aus dem Offenen Brief der ISD, Initiative Schwarze Schwarze Menschen in Deutschland: Afrikaner im Zoo? - Wir protestieren.).

 

Der Menschenzoo hat - wie die Verhältnisse, die ihn schufen - einen langen Atem. Und sein Zerrgesicht drückt sich in unzähligen Variationen aus: es kehrt unter dem Vorzeichen der Globalisierung in Gestalt der „Körperwelten“ von Hagens wieder, oder in pornographischen sowie faschistischen Inszenierungen der Macht).

 



Diesen Artikel bookmarken bei...
  • Mr Wong
  • Del.ico.us
  • Reddit
  • Digg

Hinweis: Diese Verlinkungen führen Sie auf externe Seiten.
Bei Wikipedia erfahren Sie mehr zu Soziale Lesezeichen.?

Peer Zickgraf  28.03.2008blindgif zurück zur Startseite Diesen Artikel lesen Diesen Artikel ausdrucken Möchten Sie den Artikel ''Vom Menschenzoo zum Menschenverzehr'' weiterempfehlen?
 
Blindgif
blindgif
Editorial | Kontakt | Impressum
zurück zur Startseite